September

Ende August/Anfang September haben wir Kleingärtner unseren 2. Heckenschnitt. 
Zerkleinerter Grünschnitt der Hecken ist wunderbar geeignet für den Kompost im eigenen Garten. Gut mischen mit vorhandenem Kompostmaterial und/oder organischen Küchenabfällen.
Vereinsmitglieder können ihn aber auch zu unserer Kompostanlage bringen – bereits fertige Komposterde dürfen Sie gern kostenlos wieder mitnehmen.

Gartenarbeiten im September:

Anfang September können Sie noch Spinat, Radieschen und Schnittsalat säen – Feldsalat, den Sie im Frühjahr ernten möchten, noch bis zur 3. Septemberwoche (bitte auf für den Herbst geeignete Sämereien achten).
Knoblauch sowie Rhabarber und Kräuter können nun gepflanzt werden.
Rosenkohl sollte Ende September/Anfang Oktober die Haupttriebe entfernt bekommen, beim zu überwinterndem Radicchio das Blattwerk.
Sollte es im September sehr trocken sein, muss Knollensellerie gewässert werden. Das Beet darf nicht trocken werden.
Maggikraut (Liebstöckel) kann noch ins Freiland gesetzt werden.
Neue Blüten an Tomatenpflanzen entfernen, ferner immer wieder daran denken, die Geiztriebe auszubrechen.
Winterlauch/Porree sollte vor dem 1. Frost mit Erde angehäufelt werden.
Melonenbirnen, die im Kübel stehen, sind frostempfindlich. Je nach Witterung gegen Kälte schützen und vor dem ersten Bodenfrost ins Frostfreie bringen.

Wenn nicht bereits im August geschehen, sollte Buchsbaum jetzt zurück geschnitten werden.
Abgeschnittene Pflanzen und Blatt- und Wurzelwerk von Gemüse werden mit erstem gefallenen Laub, gehäckseltem Gehölz, organische Küchenabfälle und abgetrocknetem Rasenschnitt vermischt und auf den Kompost gegeben. Bitte von Pilz befallene Pflanzen in den Bio/Hausmüll geben –  stark samende Blumen bitte auch, sonst haben Sie in kommenden Jahren Blumen an Stellen stehen, wo sie unerwünscht sind. Pilz an befallenen Pflanzen, die in den Biomüll gegeben werden, wird durch die hohe Erhitzung in einer Kompostieranlage meistgehend zerstört.

Erstes Kernobst kann geerntet werden. Fallobst bitte regelmäßig aufsammeln – darin befinden sich meistens Raupen, z.B. des Apfelwicklers. Bleiben z.B. die Äpfel liegen, vollendet der Apfelwickler seinen Kreislauf, verpuppt sich und legt im nächsten Jahr als Falter wieder Eier, so daß wieder viele Früchte mit Raupen befallen sein werden.
Faulende Früchte sowie ausgeschnitte Raupen aus Obst sollten möglichst in die Biotonne entsorgt werden.

Johannisbeersträucher können jetzt aus diesjährigen Langtrieben vermehrt werden. Dazu benutzen Sie kräftige Triebe, entblättern ihn, schneiden ihn in Stücke mit mindestens 5 Augen und stecken diese Triebe – bitte richtig herum und zwar jeweils mit der vorher der Wurzel zugewandten Seite – in möglichst sandigen, humosreichen Boden. Immer gut wässern.

Falls noch nicht im August geschehen – ist der September der späteste Monat, um Rasen auszuäen. Spätere Saat lässt den Rasen schlecht keimen.
Vorhandener Rasen wird bei Bedarf noch einmal vertikutiert und mit einem Kalium enthaltenen Dünger gedüngt.

Zwiebeln der Madonnenlilie müssen bis spätestens Mitte September in den Boden gesetzt werden. Zwiebeln von Krokussen, Schneeglöckchen, Anemonen, Osterglocken und Tulpen können ab Ende September gesteckt werden. Haben Sie viel Wühlmäuse im Kleingarten, dann empfiehlt es sich, die Zwiebeln in Körbe zu setzen.
Übrigens: Kaiserkronen, Narzissen, Schachbrettblumen mögen die Wühlmäuse nicht.
Fresien und Gladiolen holt man jetzt zur Kellerüberwinterung heraus.
Zweijährige Sommerblumen können jetzt noch ausgesät werden (z.B. Vergissmeinnicht, Veilchen, Stockmalven bzw. Stockrosen, Glockenblumen, Goldlack, Bartnelken). Gut feucht halten, damit sie schnell keimen und sich vor dem kalten Wetter noch gut entwickeln können.
Großblütige Dahlien – wenn nicht bereits im Juli/August geschehen – stützen oder anbinden.