Juli

                                                                           Arbeiten im Juli

 

Früh gesäte Kohlrabi, Rettiche und Radieschen werden jetzt erntereif – nicht zu lange mit dem abernten warten, denn durch evtl. Trockenheit wird dieses Gemüse innen schnell trocken und wattig.

Zucchinipflanzen immer gut wässern – bei zuviel Trockenheit wird dieses Gemüse bitter und manchmal sogar ungenießbar – durch eigenes Cucurbitacine, welches dann überhand nimmt und dieses Curcurbitacine ist giftig !
Diese Giftstoffe sind in großen Mengen auch in Zierkürbissen enthalten und man hat beobachtet, stehen diese beiden Pflanzen zu eng nebeneinander und hat man Zucchini aus selbstgewonnenem Saatgut genommen, übertragen sich Bitterstoffe von Zierkürbis auf die Zucchini.
Besser ist es, von vornherein gekaufte Zucchinisamen auszulegen, denn aus dem heutigen Saatgut sind die Bitterstoffe meist weggezüchtet.

Ist das Kraut von Frühkartoffeln vergilbt – besser abgetrocknet, sind sie nun erntereif. Solange das Laub noch grün ist, wachsen die Knollen noch.

Petersilie keimt nur zögerlich bei kühler Witterung. Daher ist jetzt eine gute Zeit zum säen. Aber immer dran denken: das Beet gut feucht halten.

Spätester Aussattermin für die Herbsternte von Möhren ist Anfang Juli.
Die nun ausgesäten Samen keimen durch die Wärme schön schnell – besser als im zeitigen Frühjahr – und bilden damit zarte Wurzeln. Sorten wie z.B. “Milan” und “Fynn” haben eine kurze Kulturzeit.
Als Mischkultur verbessert übrigens dazwischen gesetzter Dill den Geschmack der Möhren.
Damit die Möhrenfliege keinen Schaden anrichtet, legen Sie bitte ein Schutzflies- bzw. Netz auf das Beet. Bis Ende August sollte es liegen bleiben.

Ebenfalls spätester Aussattermin für Buschbohnen ist Mitte Juli – übrigens die ideale Folgekultur von Kohlrabi und Frühkartoffen.
Niemals Beete für die Aussat nehmen, auf denen im Vorjahr Erbsen oder Bohnen standen.
Regelmäßiges Wässern ist Pflicht, will man nicht auf eine gute Ernte verzichten.

Blumenkohl bleibt länger appetitlich weiß, wenn man ihn jetzt vor zu starker Sonneneinstrahlung schützt. Dieses macht man ganz einfach, in dem man die äußersten großen Blätter umknickt und auf den Blumenkopf legt. Damit die Blätter nicht wegrutschen, kann man sie mit Zahnstocher fixieren.

Himbeeren sind ja eigentlich Waldpflanzen und lieben einen humusreichen, gleichmäßig feuchten und kühlen Boden. Um dieses auch in unseren Kleingärten zu garantieren, geben Sie einfach angetrockneten Rasenschnitt oder gehäckselten Strauchschnitt als Mulchmaterial unter die Himbeeren.

Stark wachsende Kiwis (z.B. die großfrüchtigen Actinidia deliciosa) bekommen locker mehrere Meter lange Ranken und somit viel Blattwerk und es kann passieren, daß die Früchte dann zuwenig Sonne abkriegen, die sie aber brauchen, um viele Zucker- und Aromastoffe einzulagern.
Man sollte jetzt alle fruchttragenden Triebe 6 bis 8 Blätter nach dem letzten Fruchtansatz einkürzen.
Ranken ohne Früchte kann man komplett entfernen.

Der Komposthaufen sollte bei anhaltender Hitze gewässert werden. Ansonsten kommt der Verrottungsprozeß zum Stillstand. Ernterückstände und anderes organischen Material kann immer wieder gut zerkleinert unter den Kompost gemischt werden.

Knollen- und Zwiebelpflanzen, sowie Dahlien sollten Anfang Juli gedüngt werden.
Daran denken, daß grossblütige Dahlien abgestützt werden, damit die Stiele nicht brechen.

Die abgeblühten Dolden des Sommerflieder, der jetzt bei richtigem Schnitt im Januar oder Februar nun schön blühen dürfte, sollten regelmäßig abgeschnitten werden. So hat man den ganzen Sommer über immer wieder neue Blüten.

Dieser ist der beste Pflanzmonat für Bart-Iris.

Stauden könnten bei Bedarf verkleinert werden.